
Wir über uns
In der Kläranlage Ammersee werden die Abwässer aus den Bereichen der Abwasserzweckverbände Ammersee-West und Ammersee-Ost gereinigt.
Zweckverband zur Abwasserbeseitigung Ammersee-West
Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung Ammersee-West wurde zum 01.12.1953 mit den Gemeinden Dießen, Rieden, Utting und Unterschondorf gegründet. Noch im Jahr 1954 wurde mit den Planungsarbeiten für eine Kanalisation begonnen, wobei für jede Gemeinde eine eigene "Sammelstelle" angedacht war. 1955 wurde die Planung für die Einzelanlagen verworfen, da diese nicht zuschussfähig waren. Der erste Gedanke einer gemeinsamen Kläranlage wurde diskutiert. In den Folgejahren bis 1957 gab es große Widerstände aus der Bevölkerung gegen eine Abwasserbeseitigung sowie erhebliche Differenzen in den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden. Das Gesamtprojekt drohte zu scheitern, dem Ammersee drohte Badeverbot und den Gemeinden die Einschränkung der Bautätigkeit. Aus diesem Zwang heraus einigte man sich schließlich am 04.12.1957 doch auf den Bau einer gemeinsamen Abwasserbesetigung mit einer zentralen Kläranlage in Eching. 1961 trat die Gemeinde Oberschondorf dem Zweckverband bei.
1962 war der erste Kanalbauabschnitt (Kanalistaion Rieden) vollzogen. Die Gemeinde Eching kam 1964 zum Zweckverband. Nachdem sich abzeichnete, dass mit Fertigstellung der Kläranlage nicht vor Anfang der 70-iger Jahre zu rechnen ist, wurden als Übergangslösungen Erdklärbecken erstellt. 1967 trat die Gemeinde Greifenberg dem Zweckverband bei. Mit dem Abwasserzweckverband Ammersee-Ost wurde im Jahr 1968 die Vereinbarung über den gemeinsamen Bau und Betrieb der Kläranlage Ammersee abgeschlossen, die 1972 in Betreib genommen wurde. Mit dem Beitritt und der Kanalisation der Gemeinde Windach im Jahre 1982 vergrößerte sich der Zweckverband auf damals sieben Mitgliedsgemeinden.
Ende der 80-iger, Anfang der 90-iger Jahre stellte sich das Problem der Abwasserentsorgung des sog. "Oberen Oberen Windachtales" mit den Orten Hechenwang, Steinebach, Achselschwang, Finning, Entraching, Obermühlhausen, Dettenhofen und Dettenschwang. Zur Erschließung dieses Bereiches mussten überlange Druckleitungen errichtet werden. Die Bauzeit für diese flächenmäßig sehr weitläufige Erschließung betrug rund 7 Jahre (von 1994 bis 2000) und fand ihren Standpunkt mit dem Beitritt der Gemeinde Finning im Jahre 1991. Aufgraund von Schwierigkeiten und Problemen im Bereich der Umlagenzahlungen der Mitgliedsgemeinden an den Zweckverband, verbunden mit Streitfragen im Zuwendungsbereich, einigte sich die Versammlung darauf, den Zweckverband mit Wirkung zum 01.01.2000 von einem sog. Innenverband zu einem Außenverband um zu strukturieren. Seit diesem Zeitpunkt verfügt der Zeckverband auch über die gesamte Satzungs- und Finanzhoheit der gesamten Ortsnetze in den Mitgliedsgemeinden.